Mashallah noch einmal, wir sind drin. Dieses mal viel problemloser als in Jordanien. Es dauerte trotzdem einige Stunden, weil viel los war und die Grenzbeamten sich nicht so gut mit dem Visa on arrival auskannten, aber nach einem kurzen Blick in den Van durften wir einreisen.

In S.A. angekommen, kommt uns alles erstmal vor wie eine Geisterland. Man sieht kaum Leute, wenn dann Männer. Die Hauptstraßen sind super ausgebaut, meistens 3 spurig, aber niemand fährt darauf. Wir finden einen Supermarkt nach amerkanischem Vorbild. Es gibt alles in riesigen Packungen. Eier: mindestens 30 Stück. Preise sind mehr oder weniger wie bei uns. Die meisten anderen Geschäfte haben zu. Wir fahren erstmal fast 1000 Kilometer von Kleinstadt zu Kleindorf durch die Einöde. Glücklicherweise ist der Treibstoff qualitativ hochwertiger und unglaublich billig: 18ct/liter Diesel. Wir können also Gas geben, die Straßen sind meistens schnurgerade. Wenn doch mal eine Kurve kommt wird ausgiebig davor gewarnt, wahrscheinlich für den Fall, dass man am Steuer eingeschlafen ist. Auf den meisten Strecken könnte man locker 200 und mehr fahren, macht aber keiner und wir auch nicht. Überall sind Blitzer und die Strafen drakonisch.

Wir suchen etwas zum Anschauen und eine lokale SIM-Karte und werden schließlich in Dawmat Al Jandal fündig. Ein kleines Fort und ein Mobilshop. Natürlich ist auch der zu. Es sind immer noch nicht viele Leute auf der Straße und wir fallen auf. Julie ist froh über ihr Kopftuch und ihre Abaya aus Amman. Angestarrt werden wir trotzdem. Die Leute sind hier wohl einfach noch keine Touristen gewohnt. Mit ein paar Leuten kommen wir ins “Gespräch”, das aber meistens schnell an unserem mangelnden Arabisch / keinen Englisch Kenntnissen scheitert. Wir sehen viele Inder / Pakistani. Deren Englisch ist überraschenderweise auch nicht besonders, aber wir finden endlich mal wieder günstige Kokosnussmilch.

Als der Mobilshop endlich aufmacht, füllen sich langsam die Straßen. Man sieht nun auch auch vermehrt Frauen. Nachdem wir wieder Internet haben bestätigt sich, was wir ohnehin schon lange vermutet haben: Es ist “Lailat al Miraj”, die Himmelfahrt Mohammeds. einer der wichtigesten Feiertage der Muslime. Wir stehen immer noch etwas unter Kulturschock, aber können uns mit dem Internet endlich an unsere Reiserecherche machen. Theroetisch hätte man das ja schon in Jordanien machen können, aber was solls. Es wird deutlich, dass die meisten Sehenswürdigkeiten entlang des roten Meeres sind. Wir machen uns also auf zu unserem nächsten Ziel: Al’ula.

3 Replies to “2023-02-18 Saudi Arabien Einreise”

  1. Das ist jetzt eine komplett andere Welt mit ganz alter Kultur, 1001 Nacht heutzutage für mich faszinierenden Landschaften, bin auch gespannt für dich Julie was du als so selbtständige Frau mit der arabischen Welt für Eindrücke bekommst.

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