Wir treten wieder den Rückweg von Armenien an und fahren in Richtung Norden, wo wir noch einige Zwischenstopps einlegen möchten. So auch an der, uns mehrfach empfohlenen, Devil’s Bridge. Woher die Brücke ihren Namen hat erfahren wir während unseres Aufenthalts dort nicht, zumal sie nicht einmal die Attraktion des Ortes darstellt. Bei ihr befindet sich lediglich der Parkplatz zur unterliegenden Schlucht zu der wir, an natürlichen, warmen, mit badenden Armeniern gefüllten, Pools vorbei, hinabsteigen. Wir finden uns schnell in einer Menschentraube wieder, die zögernd vor dem nächsten Wegabschnitt steht, bei dem es sich um eine 8m hohe Wand handelt, die nur über ein Seil und eine Stahlleiter überwunden werden kann. Uns ist nicht ganz wohl bei dem Anblick der teilweise recht betagten und beleibten Damen, die in Sandalen diesen gar nicht so ungefährlichen Abschnitt überwinden. Das Problem scheint auch der lokalen Bevölkerung bewusst zu sein und so tummeln sich dort zahlreiche Jugendliche, die sich als helfender Guide (wohl für etwas Trinkgeld) anbieten. Irgendwie auch eine Lösung kann man sich denken, jedoch bezweifeln wir, dass einer der Jungs irgendetwas tun könnte, würde einer der besagten Damen auf dem feuchten Gestein ausrutschen.
Nach Abwimmeln der Guides und Hinabstieg über die Leiter staunen wir nicht schlecht über die Höhlenlandschaft, die wir vorfinden und so nicht erwartet hatten. Die zahlreichen Stalagtiten und Stalagniten an denen Wasser entlangläuft und teilweise eigene “Duschen” formt bildeten so etwas wie ein natürliches Thermalbad. In Europa wäre so etwas wahrscheinlich kaum für die Allgemeinheit zugänglich oder zumindest streng reglementiert. Hier handelt es sich um einen öffentlichen Ort zu dem jeder hinkann. So finden wir dort neben LKW Fahrern, sich von ihrer anstrengenden Bergstraßenfahrt erholen viele Pärchen und Familien, die sich in Pools und den Wasserfällen tummeln.














