Als Vorbereitung für unsere geplante Kazbek Besteigung sowie um das tolle Gebirge Armeniens zu erkunden packen wir wieder das Zelt ein und besteigen den Khustup. Dabei treffen wir neben einem russischen Pärchen und (natürlich) einem Deutschen keine anderen Wanderer sondern nur freundliche Bauern, die uns (natürlich) zum Tee und Essen einladen. Beim Anblick der einfachen Behausungen der Bauern trauen wir uns kaum beim Essen wirklich zuzugreifen, übersteigt der Luxus unseres Campers doch bereits fast den ihrer Wellblechhütten. Ihr Auto haben sie vor kurzem gegen ein Pferd eingetauscht erklären sie uns auf russisch, was Julie glücklicherweise zumindest teilweise versteht. So leben sie, zumindest im Sommer, auf ihrem Feld mit ein paar Hunden und Kühen.
Kurz vor unserem Übernachtungsplatz werden wir von einer Horde von sicher 20 Stieren eingeschüchtert, deren Brunftschreie sie schon von weitem angekündigt haben. Glücklicherweise hilft uns der anwohnende Bauer sie zu vertreiben. Es seien die Stiere aller umliegenden Höfe erklärt er uns. Sie sammeln sich gerne an einer bestimmten Stelle unweit unseres Zeltplatzes, wo vor kurzem Wölfe eine Kuh gerissen hatten und würden dort trauern. Wir sind erstmal baff, wussten wir bisher nur von beispielsweise Elefanten, dass diese so etwas tun würden und mussten nun bis nach Armenien fahren, um zu lernen, dass Kühe ähnlich “komplexe” Lebewesen sind.
Es gibt kaum Bilder von Tag 1 und dem Zeltplatz, da der Aufstieg weitestgehend im Nebel stattfand. Erst an Tag 2 auf ca. 2800m brechen wir endlich durch die Wolkendecke durch und haben blauen Himmel über uns. Es erinnert uns sehr an die Alpen hier, mit Ausnahme der Gruppe Perde, die wir treffen und die sich wohl von der Hitze im Tal auf ca. 2500m zurückgezogen hat. Leider verdecken die Wolken den Blick vom Gipfel ins Tal trotzdem genießen wir die himmelähnliche Aussicht bevor wir wieder 2000 hm absteigen und zurück zum Auto gehen.

















