In Khndzoresk besichtigen wir Höhlen, die denen in Kappadokien im Stil nicht unähnlich sind, wenngleich die ehemaligen Behausungen schon weit verfallener und weniger zahlreich sind. Die Menschen scheinen wohl mehr als einmal in ihrer Geschichte auf die Idee gekommen zu sein, Wohnräume in weiches Gestein zu hauen. Khndzoresk zieht weit weniger Besucherströme an als Kappadokien und so treffen wir dort nur wenige Armenier, die sich die Ruinen und die seit 100km beworbene “Swinging Bridge” anschauen. Vielleicht liegt das aber auch an der abenteuerlichen Zufahrtstraße für die der normale PKW Fahrer schon bereit sein muss etwas Unterboden zu opfern. Wir sind über unsere Bodenfreiheit jedenfalls dankbar und schließlich auch darüber an einem Stück am Parkplatz an- und von dort wieder weg zu kommen.

Über unseren Köpfen kreisen dabei zahlreiche große Raubvögel, die wir seit geraumer Zeit immer wieder beobachten. Vielleicht bieten die weitläufigen Landschaften hier oben, auf fast 3000m, wo wir zwischen den Dörfern umherfahren, gute Bedingungen für sie.

Bei einer der Fahrten ist dann mal wieder Zeit für den mobilen Straßentiernotruf. Julie entdeckt im Vorbeifahren zwei kleine Welpen am Straßenrand, die ohne Mutter in Sicht irgendwo im Gebüsch liegen. Wir päppeln sie zunächst nur auf, als sie jedoch zwei Tage später und nach mehreren Stunden Warten immer noch unverändert dort hocken entführen wir sie kurzerhand und bringen sie zur nächsten Wasserstelle. So kurz davor zwei Hunde zu adoptieren waren wir selten. Letzlich halten wir die Freiheit, in der sie hier leben können doch für geeigneter als unsere enge Lindauer Wohnung.

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